Bislang war Avinox von DJI ein ziemlich gutes E-Bike-System mit den üblichen Komponenten wie Motor, Akku, Bedieneinheiten und Display. Nun hat der Hersteller sein erstes wirkliches Zubehör vorgestellt. Der auf den schlichten Namen Avinox Frontlicht getaufte Scheinwerfer gibt auf dem Papier eine gute Figur ab. Allerdings erinnert er auffällig stark an zwei Frontscheinwerfer für E-Bikes eines renommierten Herstellers aus Deutschland.
1. DJI Avinox Frontlicht mit hochwertigem Konzept
2. Scheinwerfer leicht, aber wie hell?
3. Hat DJI bei Supernova abgeguckt?
4. Zum Start Avinox Frontlicht exklusiv am Amflow PL Carbon
1. DJI Avinox Frontlicht mit hochwertigem Konzept
Ovale Form. Schwarzes Metallgehäuse. Kompakte Maße. Moderner aus mehreren Spiegeln zusammengesetzter Reflektor. Das Avinox Frontlicht möchte schon beim ersten Anblick klarstellen, dass es eine Exzellenz anstrebt, die dem Anspruch des E-Antriebs gerecht werden soll. Und die Informationen, die DJI zum Launch bereitstellt, lassen vermuten, dass dieses Ziel sehr wohl erreicht werden kann.
Das Gehäuse besteht aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung. Nach Aussage des Herstellers wird diese sogar bei Objekten in der Luftfahrt genutzt. Im Inneren des Scheinwerfers sind diverse LEDs mit einem Reflektor kombiniert. Dessen einzelne Spiegel sollen sein Licht möglichst gleichmäßig verteilen. Zum jetzigen Zeitpunkt konnten wir die Lampe noch nicht testen. Zudem gibt es von DJI keine Aufnahmen, die das Lichtbild des Frontlichts zeigen. Daher können wir im Moment noch nicht abschätzen, wie gut der Scheinwerfer Trails und Straße tatsächlich ausleuchten wird.
2. Scheinwerfer leicht, aber wie hell?
Das, was das Avinox Frontlicht abstrahlt, klingt jedoch nach einem richtig hellen Licht. Im Fernlicht bringt es der Scheinwerfer auf maximal 1.200 Lumen. Im Abblendlicht erreicht der Lichtstrom ein Niveau von 500 Lumen. Den Akku belastet er dabei in einem erwartbaren Rahmen. Die Leistungsabnahme beträgt zwischen 7,5 Watt und 17 Watt. Damit der Scheinwerfer so lange wie möglich auch bei höchster Belastung seine maximale Leistung bringt, sollen Rippen auf dem Gehäuse ungewünschte Wärme an die Umgebung ableiten.
Mit gerade einmal 105 Gramm erscheint uns das Avinox Frontlicht relativ leicht. Immerhin misst es 69 Millimeter in der Länge, 53 in der Höhe und 51 Millimeter in der Tiefe – und ist damit kein Winzling. Das Metallgehäuse hatten wir ja bereits angesprochen. Dieses Zusatzgewicht dürften viele an ihrem E-Bike wohl dennoch verschmerzen können. Das erwartet jedenfalls der Hersteller. „Das Gewicht ist einer der wichtigsten Faktoren bei E‑Bike‑Zubehörteilen, und wir sind überzeugt, dass die Fahrer:innen von der Leichtigkeit unseres Frontlichts begeistert sein werden“, sagt Ferdinand Wolf, Product Experience Director bei DJI.

DJI Avinox Frontlicht im Überblick
- Fernlicht: 1.200 Lumen
- Abblendlicht: 500 Lumen
- Leistungsabnahme: 7,5 W – 17 W
- Kompatibilität: n.a.
- Abmessungen: 69 mm × 53 mm × 51 mm
- Gewicht: 105 g
- Preis: 199 Euro
3. Hat Avinox bei Supernova abgeguckt?
Wie toll dagegen Supernova die neue E-Bike-Lampe findet, wissen wir leider nicht. Gut möglich, dass sich beim Spezialisten für Beleuchtung aus dem baden-württembergischen Gundelfingen die Begeisterung in Grenzen hält. Schließlich würde, mit dem passenden Label versehen, die Neuheit auch problemlos als Produkt von Supernova durchgehen. Sowohl Form als auch technisches Design des Avinox Frontlicht wirken frappierend ähnlich im Vergleich mit einer Supernova M99 Pro 2 oder einer Supernova M99 Mini Pure.
Da verwundert es dann auch nicht, wenn in unter einem Beitrag zum neuen Scheinwerfer von Avinox auf dem Onlineportal Velobiz ein User namens „Supernova“ folgenden Kommentar hinterlassen hat. „Avinox steigt ins Lichtgeschäft ein – interessant, das neue Frontlicht erinnert stark an den Supernova M99 Mini. DJI hatte ja Muster und Infos von uns, um die Kompatibilität zu verbessern. Offenbar haben sie das sehr gründlich studiert.“ Der Inhalt legt nahe, dass die Meinung direkt aus dem Kreis der Mitarbeitenden von Supernova stammt – wenngleich dies nur eine Vermutung bleiben kann. Sie würde immerhin die äußerlichen Parallelen zwischen den Produkten von Avinox und Supernova erklären. Mal sehen, wie es in dieser Geschichte weitergeht.
4. Zum Start Avinox Frontlicht exklusiv am Amflow PL Carbon
Jetzt erst einmal startet DJI mit der Auslieferung des besagten Scheinwerfers. Erster Empfänger ist der chinesische Hersteller Amflow. Dieser bietet die Lampe zur Montage an seinem E-Mountainbike Amflow PL Carbon an. Im Moment hat Amflow damit gegenüber allen anderen Marken, die auf den Antrieb von DJI setzen, einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Wie lange der Bestand haben wird, können wir jedoch nicht einschätzen. Wer den Scheinwerfer unbedingt haben möchte, kauft das Amflow PL Carbon einfach mit dazu. 😉
Den Verkauf in den Märkten Australien, Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich hat DJI zum Preis von 199 Euro angekündigt. Deutschland fehlt in dieser Auflistung. Velobiz tippt darauf, dass dies an einer noch ausstehenden Zulassung für den Straßenverkehr in Deutschland liegen könnte.











