Zugegeben, eine wirkliche Überraschung ist das nicht mehr. In den zurückliegenden Wochen tauchten immer wieder Gerüchte über einen neuen E-Bike-Motor von Avinox auf. Nun hat der chinesische Hersteller tatsächlich den Nachfolger des DJI Avinox M1 präsentiert. Der Avinox M2 knüpft nahtlos dort an, wo der M1 aufgehört hat. Und neue Akkus und weitere smarte Features gibt es obendrauf.
1. Aus DJI Avinox wird Avinox
2. Neue Motoren: Wärmeresistent, robust und leise
3. Avinox M2: Alter Boost wird neuer Standard
4. Avinox M2S unglaublich leistungsstark
5. Akkus wahlweise fest verbaut oder entnehmbar
6. Weitere neue Hardware am Avinox-System
7. Weitere Varianten vom im Oberrohr integrierten Display
8. Neue Features von Navigation bis Sicherheit
9. Was bleibt vertraut?
10. E-Bikes mit neuem Avinox M2 und Avinox M2S
11. Erstes Fazit
1. Aus DJI Avinox wird Avinox
Bevor wir auf die technischen Neuerungen eingehen, kurz zum neuen Namen des Motors und des gesamten E-Bike-Systems. Aus dem ist nämlich DJI komplett verschwunden. Der ehemalige DJI Avinox heißt jetzt nur noch Avinox. Folglich ist aus dem DJI Avinox M1 der Avinox M2 geworden. Hintergrund sind derzeit geltende Einfuhrbeschränkungen und Zollbestimmungen für aus China stammende Kameratechnologie in den USA. Von denen werden Produkte von DJI gerade merklich ausgebremst. Um derartigen Beschränkungen vom E-Bike-Geschäft fernzuhalten, hat sich die frühere SZ DJI Technology Co., Ltd. in die SZ Avinox Innovation Co., Ltd. umbenannt. Damit einher geht die beschriebene Änderung in der Bezeichnung.
2. Neue Motoren: Wärmeresistent, robust und leise
Beim Sprung auf die zweite Generation für das Antriebssystem von Avinox steht der Motor ganz klar im Mittelpunkt. Zumal aus einem Motor jetzt zwei Motoren werden. Die beiden Neulinge heißen Avinox M2 und M2S.
Äußerlich unterscheiden sich von ihrem Vorgänger nur unwesentlich. Das Baumaß ist nahezu unverändert geblieben. Neu sind allerdings ein paar Kühlrippen. Bisher gab es diese nur als optische Andeutung auf dem Motorgehäuse.
Im Inneren sieht die Situation dagegen anders aus. Offensichtlich hat der Hersteller an mehreren Details gearbeitet. Zum Beispiel setzt sich hier das Thema Wärmemanagement fort. Es gibt erstmals spezielle Temperatursensoren, die ein Überhitzen des Motors verhindern sollen. Angesichts seines Leistungsvermögens erscheint dieser Schritt sehr gut nachvollziehbar.
Nach eigener Aussage hat Avinox sowohl den M2 als auch den M2S zudem robuster konstruiert. Die Antriebsräder des Motors nutzen nun eine doppelte und schräge Verzahnung. Außerdem kommen stabilere Lager zum Einsatz. Letztere sollen die Motorengeräusche auf einem Pegel von 45 Dezibel senken. Wahrscheinlich verschwindet damit auch das Klappern im Leerlauf, von dem in einschlägigen Foren zu lesen war.
3. Avinox M2: Alter Boost wird neuer Standard
Bezogen auf Drehmoment und Spitzenleistung hat schon dem DJI Avinox M1 kaum ein anderer Mittelmotor etwas vormachen können. Gleichzeitig war in den vergangenen Monaten deutlich zu spüren, wie Mitbewerber versucht haben, ihm möglichst nahekommen wollten. Dieses Hase- und-Igel-Spiel könnte sich noch eine Weile fortsetzen. Denn der Avinox M2 kennt nur ein Motto: Mehr, mehr, mehr. Seine Spitzenleistung steigt von ehemals 850 Watt auf 1.100 Watt. Bezogen auf das Drehmoment geht es von zuvor 105 Newtonmeter auf 110 Newtonmeter hinauf.
Nur zur Erinnerung: 1.000 Watt und 120 Newtonmeter lauteten die Werte für den ehemaligen Boost-Modus. Nun gilt fast das identische Niveau als neuer Standard für die Unterstützungsstufen Auto, Eco, Trail und Turbo. Was aber wird jetzt aus dem Boost-Modus? Nun, an dem hält der Hersteller weiterhin fest. Im Falle des Avinox M2 schraubt er dessen Grenzen auf ein Drehmoment von 125 Newtonmeter in der Spitze hinauf. Die Leistung verharrt dagegen im Boost-Modus bei den 1.100 Watt. Trotz dieses kräftigen Zuwachses sowie der erwähnten mechanischen Veränderungen legt der M2 mit rund 2,65 Kilogramm im Vergleich zum M1 nur ein paar Gramm zu.
Motor Avinox M2 im Überblick
- Dauerleistung: 250 W
- maximale Leistung: 1.100 W
- Drehmoment: 110 Nm (Boost-Modus: 125 Nm)
- Unterstützung: max. 800 %
- Gewicht: ca. 2,65 kg
4. Avinox M2S unglaublich leistungsstark
Ihr denkt, dies würde genügen? Avinox sieht dies augenscheinlich anders. Also setzt der Hersteller mit dem Avinox M2S noch eines obendrauf. Schon im Normalbetrieb lässt er angesichts eines Drehmoments von 130 Newtonmeter sowie einer Leistung von 1.300 Watt den Avinox M2 hinter sich. Der wirklich große Sprung folgt dann im Boost-Modus. Hier erreicht dieser Motor enorme 1.500 Watt in der Spitze und generiert dazu ein Drehmoment von 150 Newtonmeter. Zur Beruhigung sei euch versichert, dass ihr die Werte in der App jederzeit nach unten korrigieren könnt. Für manche von euch dürfte weniger an der Stelle eher mehr sein. Zum einen, weil immer noch genügend Power übrigbleibt. Zum anderen, weil der Stromverbrauch des E-Bike-Akkus euch das spürbar danken und mit einer größeren Reichweite honorieren wird.
Zudem wichtig zu wissen: Nicht mit jedem Akku von Avinox lassen sich diese Maxima erreichen. Es kommt also auf die genaue Spezifikation des jeweiligen E-Bikes an. Ist dieses mit dem neuen Intube-Akku Avinox FP700 ausgestattet, könnt ihr das Leistungsvermögen des Avinox M2S sowohl in den vier Fahrmodi Auto, Eco, Trail und Turbo als auch im Boost-Modus voll ausschöpfen. Nutzt das E-Bike dagegen einen neuen entnehmbaren Akkus Avinox RS800 gilt dies nur für den Boost-Modus. Mit allen anderen Akkus bleibt es bei den Werten für den Normalbetrieb, sprich 1.300 Watt und 130 Newtonmeter.
Motor Avinox M2S im Überblick
- Dauerleistung: 250 W
- maximale Leistung: 1.300 W (Boost-Modus: 1.500 W)
- Drehmoment: 130 Nm (Boost-Modus: 150 Nm)
- Unterstützung: max. 800 %
- Gewicht: ca. 2,59 kg
5. Akkus wahlweise fest verbaut oder entnehmbar
Damit sind wir bereits mittendrin im erweiterten Akku-Sortiment von Avinox. Der Hersteller begegnet dem Thema künftig mit einer etwas geänderten Strategie. Das System mit dem Avinox M1 kannte nur zwei fest verbaute Akku mit einer Kapazität von 800 Wattstunden beziehungsweise 600 Wattstunden – den Avinox FS800 und den Avinox FS600. Vielleicht auch als Reaktion auf Feedback vom Handel gibt es für das neue System mit dem Avinox M2 nun einen weiteren fest integrierten als auch zwei herausnehmbare Akkus.
Alle drei neuen Akkus nutzen andere Zelltypen als ihre Vorgänger. Der für das permanente Integrieren im Unterrohr vorgesehene Avinox FP700 verfügt jetzt nur noch über eine Kapazität von 700 Wattstunden. Bezogen auf sein Gewicht von 3,18 Kilogramm liegt er in der Mitte dessen, was ihr bislang auswählen konntet. Der Hersteller verspricht vergleichbare Reichweiten zum älteren Modell mit 800 Wattstunden.
Avinox FP700 im Überblick
- Kapazität: 800 Wh
- Gewicht: ca. 4 kg
- Abmessungen: 558,5 mm × 59,1 mm × 56,1 mm
- Einsetzbar zusammen mit Avinox RS800: ja
- Einsetzbar zusammen mit Avinox RS600: ja
Bei den entnehmbaren Akkus überrascht uns der Hersteller positiv. Dass es von dieser Art Akku einen geben würde, hatten viele vermutet. Mit zweien haben zumindest wir jedoch nicht gerechnet. Der Avinox RS800 fällt etwas größer und schwerer aus als der Avinox FP700. Bei einem Gewicht von rund vier Kilogramm bietet er euch eine Kapazität von 800 Wattstunden.
Avinox RS800 im Überblick
- Kapazität: 800 Wh
- Gewicht: ca. 4 kg
- Abmessungen: 434,5 mm × 71,8 mm × 69 mm
- Einsetzbar zusammen mit Avinox FP700: ja
Eine Nummer kleiner ist der Avinox RS600 geraten. Wie seine Bezeichnung suggeriert, verfügt er über 600 Wattstunden. Sein Gewicht liegt knapp unter drei Kilogramm.
Avinox RS600 im Überblick
- Kapazität: 600 Wh
- Gewicht: 2,96 kg
- Abmessungen: 434,5 mm × 72,61 mm × 50,17 mm
- Einsetzbar zusammen mit Avinox FP700: ja
E-Bike-Hersteller versetzen beide entnehmbaren Akkus nun in die Lage, E-Bikes mit einem Avinox-System zu konzipieren, bei dem der Akku an einem beliebigen Platz aufgeladen werden kann. Gerade bei Trekking-E-Bikes oder urbanen E-Bikes könnte dies ein Kriterium sein, das künftig eine Entscheidung pro Avinox kippen lässt, die bisher noch zugunsten eines anderen Systemanbieters ausfiel.
Längerer Fahrspaß dank doppeltem Akku
Noch mehr Möglichkeiten ergeben sich aufgrund der Tatsache, dass Avinox den Avinox M2 und den Avinox M2S dazu befähigt hat, von zwei Akkus gleichzeitig mit Strom versorgt zu werden. Von Bosch kennen wir dieses Prinzip seit Jahren. Dort heißt es DualBattery. Avinox benutzt stattdessen den Begriff Zweitakku. Vielleicht auch, weil sich die jeweiligen Akkus nicht beliebig miteinander kombinieren lassen.
Die Lösung von Avinox folgt eher dem Muster des Einsatzes eines Range Extenders. Als Zweitakku kommt nämlich ausschließlich der entnehmbare Avinox RS600 infrage. Zumindest für den Moment. Dieser lässt sich mit entsprechendem Zubehör am Unterrohr montieren. Folgende fünf Kombinationen sind denkbar:
- Avinox RS600 + Avinox RS800
- Avinox RS600 + Avinox RS600
- Avinox RS600 + Avinox FP700
- Avinox RS600 + Avinox FS800
- Avinox RS600 + Avinox FS600
An der Stelle erkennt ihr außerdem, dass die festintegrierten Akkus Avinox FS800 und Avinox FS600 mit dem Avinox M2 und dem Avinox M2S kompatibel sind. Folglich können Hersteller auch diese älteren Akkus mit den neuen Motoren an ihren E-Bikes kombinieren. Je nach E-Bike-Typ könnte das aufgrund des geringeren Gewichts des Avinox FS600 oder der größeren Kapazität des Avinox FS800 durchaus eine Option sein.
6. Weitere neue Hardware am Avinox-System
Angesichts der schieren Kraft haben manche von euch vielleicht skeptisch auf den Antrieb von Avinox geschaut und sich gefragt, ob das nicht einfach zu viel des Guten sein könnte? Wer einmal ein E-Bike mit dem System gefahren ist, dürfte festgestellt haben, dass es der Hersteller sehr gut verstanden hat, die Power zu bändigen.
Das liegt an einer sehr gelungenen Abstimmung vieler Sensoren. Zu den wichtigsten von ihnen zählt der Geschwindigkeitssensor. Dieser war in der Vergangenheit als eine separate Scheibe am Hinterrad montiert. Nun integriert ihn der Hersteller direkt in die Bremsscheibe. Bleibt zu hoffen, dass dies dem Fahrverhalten des Systems keinen Abbruch tut.

7. Weitere Varianten vom im Oberrohr integrierten Display
Ähnlich unbemerkt sind zwei neue Displays zum E-Bike-System hinzugekommen. Zur Markteinführung 2024 startete Avinox mit dem Avinox Control Display, dessen exakte Bezeichnung Avinox DP100 Control Display lautet. Nun gibt es mit dem Avinox DP100-F Control Display und dem Avinox DPC100 Control Display zwei weitere Versionen.
In zentralen Parametern gleicht sich das Trio vollständig. Das gilt zum Beispiel für den zwei Zoll großen OLED-Bildschirm, dessen Auflösung von 326 dpi, die Bildschirmhelligkeit und die Anschlüsse. Tatsächlich sehen auf der Webseite des Herstellers das Avinox DP100 Control Display und das Avinox DP100-F Control Display auch in allen übrigen Merkmalen identisch.
Wirkliche Unterschiede fallen lediglich im Vergleich mit dem Avinox DPC100 Control Display auf. Es unterstützt weder den Mobilfunkstandard 4G noch LTE. Das limitiert den digitalen Diebstahlschutz merklich. Schließlich nutzen der Diebstahlalarm und die damit verbundenen Push-Nachrichten diese Technologie. Das Avinox DPC100 kompensiert dies durch seine Kompatibilität mit Apples Find-My-Netzwerk.
Weh tut weiterhin, dass Avinox bei ihm die Ladeleistung an der USB-C-Schnittstelle gedrosselt hat – und das nicht zu knapp. Aus dem schnellen Laden mit 65 Watt wird nur ein „normales“ Laden mit lediglich zehn Watt.
Vergeblich werdet ihr zudem den Umgebungslichtsensor an diesem Display suchen. Wirklich zu erkennen ist da ja eh schwer. Vielmehr werdet ihr sein Fehlen bemerken, wenn die Beleuchtung des Displays eben nicht auf starke Sonneneinstrahlung oder einsetzende Dämmerung mit einer veränderten Lichtstärke reagiert.
Das Nutzen des Bluetooth-Standards BLE 5.3 statt des BLE 5.1 bei Avinox DP100 Control Display und Avinox DP100-F wird sich dagegen wohl kaum bemerkbar machen.
8. Neue Features von Navigation bis Sicherheit
Wie toll sich das Fahren mit einem E-Bike anfühlt, hängt ja längst nicht mehr nur von der Motorleistung und der Reichweite ab. Avinox schätzt das wohl ähnlich ein und erweitert sein System um ein paar Funktionen. So lassen sich zum Beispiel die Routen von Diensten wie komoot, Strava, Garmin, Wahoo und anderen auf das Display übertragen und anschließend als Offlinenavigation nutzen. Dank des USB-Ladeports am Display von Avinox konnte man bislang ja mit dem Smartphone bereits länger Navigieren, ohne dass dessen Akku plötzlich den Dienst versagte. Nun seid ihr nicht einmal darauf angewiesen, entsprechenden Empfang zu haben.
Für die Offline-Navigation lassen sich Dateien in den Formaten GPX, FIT und TCX von drei Quellen importieren:
- lokal vom jeweiligen Gerät
- von Plattformen wie komoot und Strava
- aus der Historie der bisher aufgezeichneten Strecken
Wollt ihr die Plattformen nutzt, setzt das natürlich voraus, dass ihr dort einen Account besitzt.
Um den Track an das Display zu senden, muss dieses angeschaltet sein. Stellt zudem sicher, dass E-Bike und Smartphone per Bluetooth miteinander verbunden sein. Zur Übertragung wählt ihr die gewünschte Strecke in der Avinox Ride App aus und sendet sie an das Display. Ist das erfolgreich geschehen, erscheint im Display eine entsprechende Meldung, die ihr für den Datentransfer bestätigen müsst.
Um alle importierten Routen einzusehen, genügt ein Wischen auf dem Display nach oben. So gelangt ihr in die Einstellungen. Dort gibt es ein Menü für die Navigation. Darunter findet sich dann eine Übersicht der importierten Strecken. Mit dem Tippen auf eine der Strecken wählt ihr sie aus, um anschließend die Navigation zu starten. Alternativ dazu lässt sich die Navigation auf dem Display vom Startbildschirm aus starten.

Erscheinungsbild der Navigation noch ausbaufähig
Während der Offline-Navigation erhaltet ihr Abbiegehinweise in der Turn-by-Turn-Navigation. Ein paar Sekunden vor dem Abbiegen ertönt ein Signalton, der euch auf die neue Fahrtrichtung aufmerksam macht. Wer möchte, kann den in der App und am Display auch abstellen.
Übrigens, das Ganze funktioniert auch umgekehrt. Das bedeutet, mithilfe der Avinox Ride App könnt ihr auch aufgezeichneten Touren bei Drittanbietern wie komoot, Strava und Co. hochgeladen und dort später noch einmal anschauen und zum Beispiel mit anderen teilen.
Ganz so weit fortgeschritten ist die Darstellung der Navigation auf dem Display von Avinox derzeit noch nicht. Eine Darstellung mittels 3D-Technologie oder Abspeichern von Favoriten als Ziel fehlt für den Anfang. Auch die Darstellung des Tracks mutet recht einfach an. Für aktuelle Standards ungewohnt wird er nicht in eine Karte eingebunden. Ihr seht lediglich den Verlauf. Als optische Unterstützung erscheinen Abbiegepfeile sowie in Kompass.
Motorsteuerung per Herzfrequenz
Des Weiteren könnt ihr ein Gerät, das die Herzfrequenz beim Radfahren misst, mit dem E-Antrieb koppeln und so dem System vorgeben, innerhalb welcher Belastung ihr euch bewegen wollt. Das System richtet die Motorunterstützung danach aus. Das heißt, es reduziert seine Leistung, wenn ihr die Schwelle unterschreitet oder steigert die Unterstützung, sobald ihr über den Zielwert hinauskommt und damit zu angestrengt fahrt.
Der Herzfrequenzmesser wird als neues Zubehör mit dem E-Bike verbunden. Öffnet anschließend in den Einstellungen am E-Bike-Display das Menü für die einstellbaren Fahrmodi. Tippt dort dann auf den in weißer Schrift unterlegten Punkt ganz oben. Daraufhin öffnet sich eine Option, in der ihr die Herzfrequenzsteuerung aktivieren könnt.
Nach der Aktivierung lassen sich die jeweiligen Grenzwerte für die Herzfrequenz festlegen. Ihr könnt einen gewünschten Zielwert definieren, festlegen, um wie viele Schläge ihr von dieser Herzfrequenz abweichen dürft und bei welchem Wert ein Alarm ausgelöst erscheinen soll.
Nach Angaben von Avinox funktioniert die Steuerung bislang nicht allen Fahrmodi. Auf welche dies zutrifft, können wir leider nicht sagen.
In Sachen Sicherheit bringt euch das Einbetten des E-Bikes ins Find-My-Netzwerk von Apple einen gewissen zusätzlichen Gewinn. Mit dem GPS-Tracker und dem Entsperren über das Smartphone bot Avinox schon jetzt einen zeitgemäßen Schutz. Nun könnt ihr das jeweilige E-Bike auch mithilfe anderer Apple-Geräte orten. Funktionieren wird dies jedoch nur an E-Bike mit dem Avinox-System, an denen das Display Avinox DPC100 verbaut ist. Die anderen beiden Ausführungen – Avinox DP100 und Avinox DP100-F – unterstützen den Service nicht.
9. Was bleibt vertraut?
Um die neuen Motoren und Akkus herum formt Avinox ein System mit Komponenten, die sich zum Teil seit der Einführung 2024 bewährt haben. Dazu gehören etwa das Bedienkonzept mit den beiden Einheiten links und rechts am Lenker, das im Oberrohr integrierte Display mit dem zwei Zoll großen Touchscreen, der eigene optionale Frontscheinwerfer oder das Schnellladegerät, mit dem der bisherige Akku mit 800 Wattstunden innerhalb von 90 Minuten zu 75 Prozent aufgeladen werden konnte.
Natürlich profitiert ihr auch beim Avinox M2 und Avinox M2 S von der Smoothshift-Funktion, sobald ein elektronisches Schaltwerk von Sram am E-Bike verbaut ist. Das bedeutet, dass das System selbstständig zum Beispiel in einer Abfahrt schaltet, wenn ihr im Leerlauf unterwegs seid und auf einen Gegenhang oder eine Ebene zu fahrt. Genauso reduziert der Motor die Leistung kurzfristig während des Schaltens, damit eine möglichst geringe Kraft anliegt und Kette, Kettenblatt und Ritzel geschont werden.
10. E-Bikes mit neuem Avinox M2 und Avinox M2S
Trotz der zu Beginn des Beitrags erwähnten Umfirmierung von Avinox gilt Amflow, quasi immer noch die Hausmarke von Avinox. Wenig überraschend hat daher Amflow mit dem Amflow PX Carbon und dem Amflow PR Carbon zwei Modelle vorgestellt, die den Avinox M2 beziehungsweise den Avinox M2S nutzen. Andere Hersteller wie Crussis standen ebenfalls seit Längerem schon in den Startlöchern und präsentieren ihre E-Bikes mit der neuen Motorengeneration.
11. Erstes Fazit
Mit der neuen Generation verfolgt Avinox unmissverständlich einen Ansatz nach dem Motto „Schneller, höher, weiter“. Dem Hersteller scheint viel daran zu liegen, den Abstand zu anderen Motorenherstellern wieder auf ein Maß zu bringen, das vor rund einem Jahr bestand. Wer bei Leistung und Drehmoment nach Spitzenwerten sucht, soll an Avinox nicht vorbeikommen sollen.
Wie langfristig dieses Konzept trägt, bleibt abzuwarten. Fest steht, wer auf eher praktischere Neuerungen wie ein separates Display, das nicht zwangsläufig im Oberrohr sitzt oder einen Range Extender gehofft hatte, geht für den Moment leer aus.
Bilder: SZ Avinox Innovation Co., Ltd.; Elektrofahrrad24 GmbH















