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Neue E-MTBs Amflow PX und Amflow PR bringen mehr Vielfalt – technisch und preislich

Neue E-Moutainbikes Amflow PX und Amflow PR mit Avinox M2

Im Herbst 2024 hatte Amflow mit seinem PL Carbon Pro und PL Carbon den Platz an der Sonne gebucht. Auf der Eurobike hatte die Marke ein paar Monate zuvor zusammen mit dem DJI Avinox die Fahrradfachwelt im Sturm erobert. Nun konnte man als einziger Hersteller mit lieferbaren Bikes in aller Ruhe die Nachfragen der angestachelten E-MTB-Enthusiasten bedienen. Nicht einmal zwei Jahre später bringt Avinox die nächste Generation des E-Antriebs an den Start. Inzwischen verbauen jedoch fast 20 zum Teil sehr namhafte Mitbewerber ein System von Avinox. Entsprechend umkämpft ist der Markt, auf dem sich Amflow mit den heute vorgestellten neuen Amflow PX und Amflow PR behaupten möchte.

1. Neuer Rahmen kann viel und verlangt viel
2. Amflow PX und Amflow PR bleiben vielseitige E-Mountainbikes
3. Amflow PX – der Erbe des Amflow PL
4. Topmodell mit Avinox M2 S als entscheidendes Puzzleteil
5. Amflow PX Carbon Pro und Amflow PX Carbon beinahe auf Augenhöhe
6. Amflow PR – Günstiges Paket aus Avinox M2 und entnehmbarem Akku
7. Was spricht für den Kauf eines Modells von Amflow?

1. Neuer Rahmen kann viel und verlangt viel

Unter derart veränderten Vorzeichen scheint es ausgeschlossen, einfach so weiterzumachen wie bisher. Stellt sich die Frage, in welche Richtung man sich entwickelt? Amflow fasst mit dem Amflow PX Carbon und dem Amflow PR Carbon anscheinend eine sportlich ambitionierte und fahrerisch weit fortgeschrittene Klientel ins Auge. Zumindest spricht dafür der neue Rahmen der Modelle.

Selten ist uns ein Alltrail-E-Mountainbike begegnet, das derart viele Möglichkeiten bot, die Geometrie auf unterschiedliche Terrains und Vorlieben anzupassen. Den immer noch aus Carbon gefertigten Rahmen könnt ihr in drei wesentlichen Punkten verändern:

  • dem Steuerwinkel
  • der Kettenstrebenlänge
  • der Tretlagerhöhe

So dienen zum Beispiel spezielle Lagerschalen für das Steuerrohr dazu, den ab Werk bei 64,2 Grad fixierten Lenkwinkel zu ändern. Dies könnt ihr wahlweise in fünf Abstufungen tun. Und zwar lässt sich der Winkel jeweils um einen Grad oder um einen halben Grad verkleinern und vergrößern. Ein noch kleinerer und damit flacherer Lenkwinkel wäre die Wahl, wenn ihr extrem steile Abfahrten liebt. Dagegen verleiht euch ein etwas größerer, steilerer Lenkwinkel mehr Agilität in Passagen mit besonders engen Kurvenradien.

Lagerschalen zum Verändern des Steuerrohrwinkels am Rahmen der E-Bikes Amflow PX und Amflow PR
Lagerschalen zum Verändern des Steuerrohrwinkels

Um die Kettenstrebenlänge im Vergleich zu den standardmäßigen 438 Millimetern zu verlängern, findet sich im Rahmen ein passender Flip-Chip. Mit dessen Hilfe werden drei weitere Längen bis hin zu maximal 451 Millimetern möglich. Längere Kettenstreben verleihen dem E-Bike zusätzliche Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten, was zu einem Profil passt, das die Nähe zum Enduro und Downhill sucht. Mit einer kürzeren Kettenstrebe bleibt das Amflow dafür wendiger.

Flip-Chip zum Verändern der Kettenstrebenlänge am Rahmen der E-Bikes Amflow PX und Amflow PR
Flip-Chip zum Verändern der Kettenstrebenlänge

Der Flip-Chip zum Ändern der Tretlagerhöhe sitzt im Viergelenker-Hinterbau mit Horst-Link. Hier könnt ihr zwischen zwei Höhen wählen – 345 Millimeter und 349 Millimeter. Der um vier Millimeter größere Abstand zwischen Boden und Tretlager sorgt dafür, dass ihr größere Wurzeln, Steine und andere Hindernisse einfacher überwinden könnt und die Gefahr sinkt, daran hängen zu bleiben. In der niedrigeren Einstellung ergibt sich durch den tieferen Schwerpunkt des Bikes dafür mehr Grip in Kurven.

Flip-Chip zum Verändern der Tretlagerhöhe am Rahmen der E-Bikes Amflow PX und Amflow PR
Flip-Chip zum Verändern der Tretlagerhöh

Viel Knowhow vorausgesetzt

Bezieht man noch die Optionen zum Anpassen der Tretlagerhöhe mit ein, ergeben sich insgesamt vierzig verschiedene Kombinationen für die Rahmengeometrie. Vierzig. Wie viele von euch sind so experimentierfreudig und probieren alle davon aus? Und wie viele von euch sind zudem so versiert, dass sie die Unterschiede im Fahrverhalten auch klar bestimmen und dann entsprechend der eigenen Strecke auswählen können? Das wirkt wie eine starke Orientierung am professionellen Radsport. Alltagsradlerinnen und Alltagsradler könnte dies hingegen schnell überfordern.

Hinterbau am E-Bike Amflow PX und Amflow PR
Der bekannte Viergelenker-Hinterbau mit Horst-Link.

Zwischen dem Rahmen für das Amflow PX Carbon und dem für Amflow PR Carbon scheint es gewisse Unterschiede zu geben. Ablesen lässt sich das beispielsweise am Gewicht. Der Rahmen für das Amflow PX Carbon wiegt rund 2,4 Kilogramm. Rund 500 Gramm mehr bringt der für das Amflow PR Carbon auf die Waage. Ein Grund dafür dürfte der unterschiedliche Umgang mit dem Akku sein. Aber dazu kommen wir später ausführlicher. Wie bisher bietet der Hersteller sein E-Mountainbike in vier Rahmengrößen an. Etwas ungewöhnlich – zumindest für den europäischen Markt – ist weiterhin die Unterteilung in M, L, XL und XXL.

Linke Bedieneinheit von Avinox am Lenker des E-Bikes Amflow PX
Mit der linken Bedieneinheit wechselt ihr die Fahrmodi.
Rechte Bedieneinheit von Avinox am Lenker des E-Bikes Amflow PX
Mit der rechten Bedieneinheit lassen sich die Screens auf dem Display durchblättern.

2. Amflow PX und Amflow PR bleiben vielseitige E-Mountainbikes

Beim Federweg bleibt ebenfalls alles wie gehabt. Die 160 Millimeter an der Federgabel und die 150 Millimeter am Dämpfer liegen genau in dem Bereich, den man typischerweise als Alltrail oder Allmountain-Bike einstuft. Entsprechend wohl sollten sich beide neuen Modelle sowohl bei der Fahrt bergan als auch bergab fühlen. Dabei dürfen die Trails gern mit kleineren und mittleren Hindernissen und Sprüngen aufwarten.

Diesen Kompromiss für wechselndes Terrain hat Amflow jetzt etwas stärker bei den Neulingen umgesetzt. Ab Werk werden diese künftig mit einem Mullet-Setup ausgeliefert. Dabei misst das Vorderrad 29 Zoll und das Hinterrad 27,5 Zoll. Dank der zahlreichen Einstellmöglichkeiten am Rahmen lassen sich die Bikes aber auch problemlos mit einem kompletten 29 Zoll großen Laufradsatz fahren. Beim alten Amflow PL Carbon lief das noch genau andersherum.

Federgabel Fox 36 Factory am E-Moutainbike Amflow PX Carbon Pro
Federgabel Fox 36 Factory am Amflow PX Carbon Pro

Eine Besonderheit findet sich noch am Lenker vom Amflow PX Carbon und Amflow PR Carbon. Alle Modelle erhalten von nun an serienmäßig den hauseigenen Frontscheinwerfer von Avinox. Für E-Mountainbikes eine eher ungewöhnliche Maßnahme, die aber nicht nur Blick auf eventuelle Nightrides durchaus sinnvoll erscheint. Abgesehen davon nutzen einige von euch ihr E-MTB sicher auch im Straßenverkehr. Da kann ein Licht nie schaden. Zumal ausgewählte Modelle zusätzlich ein batteriebetriebenes Rücklicht erhalten.

Frontscheinwerfer von Avinox am E-Bike Amflow PX
Den Frontscheinwerfer verbaut Amflow serienmäßig sowohl an der PX-Modellreihe als auch an der PR-Modellreihe.

3. Amflow PX – der Erbe des Amflow PL

Amflow nutzt die Möglichkeiten der zweiten Generation des E-Antriebs rund um den neuen Avinox M2 und verleiht seinem Sortiment mehr Tiefe. Mit zwei Motoren und der Auswahl zwischen einem fest integriertem und einem entnehmbaren Akku gibt es vom Systemhersteller schließlich eine passende Vorlage. Die greift Amflow offensichtlich gern auf.

E-Bike Amflow PX Carbon Pro in der Farbe Moonstone Gray
Amflow PX Carbon Pro
E-Bike Amflow PX Carbon in der Farbe Phantom Black
Amflow PX Carbon

Die Modellreihe Amflow PX kann dabei als eigentlicher Nachfolger des Amflow PL verstanden werden. Mit dem Amflow PX Carbon Pro und dem Amflow PX Carbon umfasst sie erneut zwei Modelle. Anhand ihrer Rahmenfarben könnt ihr sie gut auseinanderhalten. Das Top-Modell Amflow PL Carbon Pro erscheint in einem Grauton namens Moonstone Gray. Schwarz, genauer gesagt Phantom Black, weist dagegen diesmal auf das günstigere Modell hin, das Amflow PX Carbon. Analog zum bisherigen Ansatz des Herstellers sind dies die einzigen Farben, in denen es diese Ausführungen geben wird. So der aktuelle Stand.

Im Oberrohr integriertes Display von Avinox am E-Bike Amflow PX
Unter der kleinen Kappe am oberen Ende des Displays von Avinox verbirgt sich die USB-C-Ladebuchse.

4. Topmodell mit Avinox M2 S als entscheidendes Puzzleteil

Sowohl im Amflow PX Carbon Pro als auch im Amflow PX Carbon steckt der neue Avinox M2S. Diese sportlichste Ausbaustufe des Avinox M2 bietet Leistung ohne Ende. Allein schon die Standardwerte mit einer Spitzenleistung von 1.300 Watt und einem Drehmoment von 130 Newtonmeter flößen Respekt ein. Getoppt wird das Ganze vom Boost-Modus, der daraus 1.500 Watt und 150 Newtonmeter werden lässt.

Motor Avinox M2 S am E-Bike Amflow PX
Neuer Motor Avinox M2 S für das Amflow PX Carbon Pro und das Amflow PX Carbon

Neben der erstaunlichen Motorpower dürften aber vor allem Features wie die Offlinenavigation mit GPS-Daten von Dritten sowie das Ausrichten der Unterstützung an vorher definierten Belastungszonen auf Grundlage der Pulsfrequenz das Fahrerlebnis mit dem Amflow PX spürbar aufwerten. Im Rahmen der erstgenannten Funktion könnt ihr über die Avinox Ride App Routen von Diensten wie komoot, Strava, Bikemap, Ride with GPS, Naviki und anderen importieren. Die Dateien müssen in den Formaten GPX, FIT oder TCX vorliegen. Zudem wandelt die App eure aufgezeichneten Fahrten in GPS-Tracks um. Ganz ausgereift ist das Feature zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht. Auf dem Display erscheint lediglich ein Track, der nicht in eine Karte eingebettet ist. Ihr müsst euch also anhand des Verlaufs der Route sowie der eigentlichen Umgebung orientieren. Abbiegehinweise und ein Kompass im Display erleichtern das Unterfangen.

Offline-Navigation bei den E-Bikes Amflow PX und Amflow PR
Eine Karte als Hintergrund für den GPS-Track fehlt. Dafür gibt es Abbiegehinweise ...
Offline-Navigation bei den E-Bikes Amflow PX und Amflow PR
... und einen im Display angezeigten Kompass, die das Navigieren erleichtern.

Zwei Akkus – aber ein Haken

Noch etwas Skepsis ist vielleicht beim Blick auf den Akku angebracht. Schließlich bringt der neue fest verbaute Intube-Akku Avinox FP700 ausschließlich eine Kapazität von 700 Wattstunden mit. Das liegt genau zwischen den vorher verfügbaren 800 Wattstunden vom Avinox FS800 und 600 Wattstunden vom Avinox FS600. Nach Angaben von Amflow nutzt Avinox darin jedoch andere Zelltypen. Aufgrund dessen sei eine Leistung wie vom bekannten 800er-Akku erwartbar. Das würde bedeuten, ihr könnt mit einer Reichweite von bis zu 140 Kilometer rechnen. Unter optimalen Bedingungen versteht sich. 😉

Intube-Akku Avinox FP700 für den E-Bike-Antrieb Avinox M2
Dank des schlanken Gehäuses des Intube-Akkus Avinox FP700 benötigt das Unterrohr eines E-Bikes mit dem Avinox M2 nur einen geringen Durchmesser.

Wer angesichts solcher Werte dennoch unsicher ist, ob das wirklich genügt, kann mit den Amflow PX-Modellen auf eine Lösung mit zwei Akkus setzen. Vergleichbar mit der DualBattery-Option von Bosch können zwei Akkus gleichzeitig das E-Bike-System mit Strom versorgen. Als zweiter Akku kommt hier einer der neuen entnehmbaren Akkus von Avinox – der Avinox RS600 – ins Spiel. Dieser lässt sich auf dem Unterrohr montieren. Mit ihm erhöht sich die Kapazität um 600 Wattstunden auf dann insgesamt 1.300 Wattstunden.

Eine große Einschränkung folgt jedoch an dieser Stelle. Genügend Platz für die Dual-Battery-Variante bieten nur die beiden Rahmengrößen XL und XXL. Daher überrascht es nicht, wen Amflow weitere Konfigurationen angekündigt hat. Mittelfristig könnte da durchaus noch ein kleinerer Akku folgen, der dann auch bei den Rahmengrößen M und L passt.

Lösung für Dual Battery am E-Bike Amflow PX
Der für die Dual-Battery-Option kompatible Akku Avinox RS800 fällt so groß aus, dass er lediglich in den Rahmengrößen Xl und XXL am Amflow PX passt.

Für den Moment werden die meisten sicher erst einmal in der Standardkonfiguration mit dem Avinox FP700 unterwegs sein. Trotz dessen geringer Kapazität wiegt des Amflow PX Carbon Pro etwas mehr als das Amflow PL Carbon Pro. Voraussichtlich kommt rund ein Kilogramm drauf, sodass wir am Ende über ein Gewicht von etwas mehr als 20 Kilogramm reden.

5. Amflow PX Carbon Pro und Amflow PX Carbon beinahe auf Augenhöhe

Ansonsten stattet Amflow das PX Carbon Pro und das PX Carbon recht ähnlich aus. Beide erhalten ein Federsystem von Fox und elektronische Kettenschaltungen von Sram mit zwölf Gängen. Am PX Carbon Pro fallen die Komponenten einfach etwas hochwertiger aus. Einzig mit seinem Carbon-Laufradsatz und dem Carbon-Lenker setzt sich das Topmodell ein wenig deutlicher ab.

Positiv fällt auf, wie viel Zubehör Amflow beiden PX-Modellen spendiert. Zum Bike dazu gehören neben dem bereits erwähnten Frontscheinwerfer:

  • ein Trinkflaschenhalter,
  • eine Dämpferpumpe,
  • ein Drehmomentschlüssel,
  • ein Rücklicht zum Anstecken,
  • Reduzierhülsen für die Dropper Post sowie
  • Rahmenschutzfolie.
Flaschenhalter am E-Bike Amflow PX
Von Amflow gibt es einen Flaschenhalter gratis als Zubehör an jedem der neuen PX-Modelle.

Im Falle des Amflow PX Carbon Pro geht die Liste sogar noch weiter. So erhaltet ihr kostenfrei eine Nano-SIM-Karte, mit der ihr fünf Jahre lang Daten übertragen könnt, ein kleines Schutzblech für die Federgabel und ein Umrüst-Kit auf das Clik Valve-Ventil von Schwalbe. Selbst angesichts des Preises von 9.999 Euro kann sich das wirklich sehen lassen.

Amflow PX im Überblick

  • Modelle: Amflow PX Carbon Pro, Amflow PX Carbon
  • Rahmen: Carbon
  • Federgabel: Fox 36 Factory, Fox 36 Performance
  • Motor: Avinox M2S
  • Akku: Avinox FS700
  • Bedieneinheit: Avinox Controller
  • Display: Avinox Display
  • Antrieb: Sram X0 Eagle Transmission, Sram S1000 Eagle Transmission
  • Bremsen: Magura Gustav Pro
  • Gewicht: ab ca. 20 kg
  • Maximal zulässiges Gesamtgewicht: 130 kg
  • Farbe: Phantom Black, Moonstone Gray
  • Preise: ab 6.999 Euro

6. Amflow PR – Günstiges Paket aus Avinox M2 und entnehmbarem Akku

Mit dem Amflow PR setzt der Hersteller aus unserer Sicht ein echtes Ausrufezeichen. Schließlich bedeuten die 4.499 Euro für das Amflow PR Carbon eine echte Kampfansage an die Mitbewerber. Der verbaute Avinox M2 ist performanter, leiser und robuster als der Avinox M1. Dazu gibt es eine elektronische Schaltung, absolut verlässliche Federkomponenten von Fox sowie einen größeren Akku als am Amflow PX, der sich zudem entnehmen lässt.

Aber schön der Reihe nach. Analog zur PX-Modellreihe bringt Amflow auch vom PR zwei Modelle auf den Markt – das Amflow PR Carbon Pro und das Amflow PR Carbon. Beide Ausführungen erscheinen ebenfalls in jeweils nur einer Farbe. Basalt Grey für das Amflow PR Carbon Pro und Moss Green für das Amflow PR Carbon Pro.

E-Bike Amflow PR Carbon Pro in der Farbe Basalt Grey
Amflow PR Carbon Pro
E-Bike Amflow PR Carbon in der Farbe Moss Green
Amflow PR Carbon

Bei der Motorausstattung fährt der Hersteller zweigleisig. Als Einstiegsmodell erhält das Amflow PR Carbon den Avinox M2. Damit reicht seine Motorleistung nicht ganz an die des Avinox M2S heran. Dennoch bedeuten die 110 Newtonmeter und 1.100 Watt Spitzenleistung in den vier regulären Fahrmodi Eco, Trail, Turbo und Auto mehr als das, was Motoren wie der Bosch Performance Line CX, Mahle M40, Giant SyncDrive Pro 3 oder Qore Drive3 Peak bieten. Erst recht, da das Drehmoment im Boost-Modus auf 125 Newtonmeter in der Spitze ansteigt.

Für das Amflow PR Carbon Pro kommt dann erneut der Avinox M2S zum Einsatz. Dessen noch einmal größere Leistungsfähigkeit haben wir ja bereits erwähnt.

Motor Avinox M2S am E-Bike Amflow PR Carbon Pro
Motor Avinox M2S am Amflow PR Carbon Pro
Motor Avinox M2 am E-Bike Amflow PR Carbon
Motor Avinox M2 am Amflow PR Carbon

Entnehmbarer Akku als bessere Lösung im Alltag

Offensichtlichster Unterschied zwischen Amflow PR und Amflow PX ist der entnehmbare Akku an der günstigeren Modellreihe. Amflow greift auf den größeren der beiden von Avinox angebotenen Variante zurück – den Avinox RS800. Er bietet den Vorteil, dass ihr ihn separat im Keller, in der Wohnung oder an einem anderen Ort laden könnt. Dank seiner Kapazität von 800 Wattstunden winken vielleicht sogar größere Reichweiten als mit dem fest integrierten Avinox FP700 des Amflow PX.

Herausnehmbarer Akku am E-Moutainbike Amflow PR
Der Avinox RS800 lässt sich nach unten aus dem Unterrohr entnehmen.
Herausnehmbarer Akku am E-Moutainbike Amflow PR
Unter dem Akku-Cover sitz ein separates Akkuschloss. Das muss vor dem Entnehmen des Akkus entriegelt werden.

Bei den smarten Features der neuen Avinox-Antriebe steht das Amflow PR dem Amflow PX in nichts nach. Von der Offline-Navigation auf dem Display, über die Ortung der E-Bikes mit der Find-My-Funktion von Apple, das Fahren auf Basis vorher festgelegter Herzfrequenzzonen, das Schalten mithilfe von Smoothshift bis hin zu den anpassbaren Screens auf dem Display und in der App ist alles dabei.

Festlegen einer Ziel-Herzfrequenzzone in der Avinox Ride App für das Steuern der Motorunterstützung beim Avinox M2 anhand der Herzfrequenz
Festlegen einer Ziel-Herzfrequenzzone in der Avinox Ride App

Die übrige Ausstattung wie Schaltung, Bremsen, Federsystem, Laufradsatz, etc. hält Amflow im Vergleich mit den PX-Modellen einfacher. Daher wiegen das Amflow PR Carbon Pro und das Amflow PR Carbon etwas mehr. Magazine, die bereits beide Ausführungen testen konnten, sprechen von Werten zwischen 22,6 Kilogramm und 24,2 Kilogramm. Amflow PR Carbon Pro und Amflow PR Carbon grenzen sich voneinander vor allem durch den Motor, die Komponenten des Federungssystems, die Bremsen und die verbauten Reifen ab. Aufgrund der hochwertigeren Ausstattung kommt das Amflow PR Carbon Pro auf einen Presi von 5.899 Euro. Wie erwähnt, startet das Amflow PR Carbon bereits bei 1.400 Euro weniger.

Amflow PR im Überblick

  • Modelle: Amflow PR Carbon Pro, Amflow PR Carbon
  • Rahmen: Carbon
  • Federgabel: Fox 36 Performance; Fox AWL HD Sport
  • Motor: Avinox M2S, Avinox M2
  • Akku: Avinox RS800
  • Bedieneinheit: Avinox Controller
  • Display: Avinox Display
  • Antrieb: Sram S1000 Eagle Transmission
  • Bremsen: Magura Gustav Pro, Tektro TKD-173
  • Gewicht: ca. 22 kg
  • Maximal zulässiges Gesamtgewicht: 130 kg
  • Farbe: Basalt Grey, Moss Green
  • Preise: ab 4.499 Euro

7. Was spricht für den Kauf eines Modells von Amflow?

Grundsätzlich handelt es sich bei den Modellen des Herstellers um wirklich solide E-Mountainbikes. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal sucht man an ihnen vielleicht vergeblich. Dafür sind Gewicht, Federsystem und Schaltung so aufeinander abgestimmt, dass die Gesamtlösung bemerkenswert gut auf den Trails funktioniert. Alles bewegt sich in einem Bereich, der viele Interessierte anspricht.

Nach eigener Aussage genießt Amflow außerdem immer noch eine besondere Nähe zum Antriebshersteller Avinox. Angesichts der gemeinsamen Entstehungsgeschichte liegt dies auf der Hand. Sobald Avinox mit Neuheiten aufwartet, dürfte Amflow die erste Adresse sein, die davon erfährt und die sie implementiert. Diesen Vorteil müssen andere Mitbewerber mit eigenen Entwicklungen kompensieren.

Darüber hinaus zeigt Amflow mit den neuen PX- und PR-Modellen, dass man gerade eine eigene Identität entwickelt und keinesfalls als verlängerte Werkbank von Avinox fungiert. Belege dafür sehen wir zum Beispiel im dem neuen Rahmen oder auch dem fest integrierten Akku. Den hat Amflow exklusiv auf die neuen PX-Modelle angepasst. Nach unseren Informationen werden auch andere E-Bike-Hersteller einen solchen Akku mit 700 Wattstunden nutzen. Dies ist dann wohl aber eine von Avinox angebotene Standardversion.

Bilder: Amflow Bicycles Co., Ltd.; Elektrofahrrad4 GmbH

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