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Bundesverband Zukunft Fahrrad: Lobby für die nachhaltige Mobilitätswende

Wenn einerseits Riese & Müller als deutscher Premium-Hersteller von E-Bikes, E-Cargo-Bikes und Falträdern als „Unternehmen des Jahres“ ausgezeichnet wird, andererseits mit Continental sich ein renommierter Zulieferer aus der E-Bike-Branche verabschiedet, wird klar, dass die Branche in Bewegung ist. Um „das Fahrrad als zentrales Element der Verkehrswende nach vorne [zu] bringen“, hat sich in diesem Jahr der Bundesverband Zukunft Fahrrad (BVZF) gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. 

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Ursprünglich eine Initiative der Firma JobRad, haben sich dem BVZF  inzwischen 27 Unternehmen der Fahrradwirtschaft angeschlossen. Sie entstammen allen Bereichen der Fahrradwirtschaft: Dienstleister, Hersteller, Start-ups der Digitalisierung und Zulieferer.

Gemeinsames Ziel: Lobby für nachhaltige Mobilitätswende

Das gemeinsame Ziel in einem sich stetig verändernden Markt ist die nachhaltige Mobilitätswende, da sie dazu beitrage, „langfristig bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue, innovative Marktfelder zu entwickeln“. Zu diesen zählt der BVZF „Leasing, Sharing und Verleih, Versicherung, Logistik und digitale Angebote.“

Verbandsvorsitzender Ulrich Prediger erläutert, dass „das Fahrrad und insbesondere das Elektrofahrrad enorme Potenziale“ zur Lösung unserer Mobilitätsprobleme böten. Dies müsse „stärker in den politischen Entscheidungen berücksichtigt werden“. Insbesondere sollen Fahrräder „in den Fokus der Steuer-, Abgaben- und Infrastrukturpolitik gerückt“ werden, da „steuerpolitische Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Dienstfahrzeugbesteuerung“ „enorme verkehrs- und klimapolitische Lenkungswirkung“ besäßen.

In seinem Leitbild führt der BVZF u. a. aus, dass „Förder-, Abgaben- und Steuerpolitik im Verkehrssektor sich an den Emissionen der Verkehrsträger orientieren“ müsse. Das Fahrrad sei das emissionssparendste Verkehrsmittel und solle daher einen „gleichberechtigten Platz neben der Förderung von Elektroautos“ erhalten. Insbesondere betriebliches Mobilitäts-Management müsse sich auf umweltfreundliche Verkehrsträger fokussieren.

Mitglieder unter anderem: swapfiets und Riese & Müller GmbH

Mitglieder im BVZF mit Wiedererkennungswert für EBIKE24-Blog-Leser*innen dürften zum einen der niederländische Fahrradreparatur-Dienstleister swapfiets sein; zum anderen die Riese & Müller GmbH, die erst jüngst zum „Unternehmen des Jahres 2019“ gekürt worden war.  Als einen der Gründe für das Engagement beim BVZF führt Riese & Müller Bemühungen an, die Freigabe für bis zu 45 km/h schnelle S-Pedelecs auf Radwegen zu erreichen. Mehr noch: Mitgründer Heiko Müller hat auf der Firmen-Website einen Essay zum Thema „Die Zukunft der Mobilität – Eine gesellschaftliche Herausforderung“ veröffentlicht. Darin beschreibt er, wie neue Mobilitätsansätze dabei helfen können, gesellschaftlichen Wandel zu erreichen. Lesenswert, wie wir finden!

Verbund Service und Fahrrad (VSF) weiterer Fahrrad-Lobbyist in Berlin

Der BVZS ist übrigens nicht der einzige Fahrradlobby-Akteur in Berlin. Auch der Verbund Service und Fahrrad (VSF) engagiert sich seit Jahren. Laut dem Fachportal velobiz.de äußerte sich dessen Geschäftsführer Albert Herresthal positiv zur Aussicht, mit dem BVZS künftig einen weiteren Mitstreiter für die politische Lobbyarbeit an seiner Seite zu wissen. Hinsichtlich der Ziele gebe es durchaus eine Schnittmenge bei beiden Verbänden.

Der VFS wurde übrigens jüngst von Bundesverkehrsminister Scheuer in ein Dialogforum berufen, das als Expertengremium  konzeptionelle und inhaltliche Vorbereitungsarbeit für den neuen Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) leistet. 

 

 

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