Bei E-Bikes Akkus zählen die inneren Werte – Deshalb: Finger weg!

14.09.2018 20:32

Modere E-Bike Akkus sind kleine Kraftpakete mit einer hohen Energiedichte. Die Lithium-Ionen-Zellen haben heute Kapazitäten, die schon über 600 Watt liegen. Die Markenhersteller achten bei der Produktion deshalb auf höchste Sicherheit und ausgereifte Prüfverfahren bei der Produktion. Die Standards, denen E-Bike-Akkus genügen müssen, sind hoch definiert.

Akku-Prüfung nach hohen Standards

Ein Prüfplan, der auf den technischen Namen UN-T 38.3 hört, verlangt verschiedene Sicherheitstests, die eine gewisse Anzahl von Akkus durchlaufen müssen. Dabei werden die zu testenden Geräte bis an die Belastungsgrenze getrieben. Das Protokoll sieht neben Überlasttests, auch Schlag- und Kurzschlussprüfungen, Vibrationen und thermische Tests vor. Diese Testreihen werden von den Herstellern in der Regel durchgeführt, bevor die Akkus in Verkehr gebracht werden. Die Gewährleistung von Zuverlässigkeit und der vollen Funktionalität wird deshalb nur gegeben, wenn E-Bike-Akkus im Originalzustand verbleiben und eine Manipulation durch Dritte ausgeschlossen werden kann.

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Nicht in die Technik von E-Bike-Akkus eingreifen!

Wer in die sicherheitsrelevanten Bauteile eingreift oder Einzelzellen tauscht, zum Beispiel weil er die Kapazitäten erhöhen, das Batteriemanagementsystem außer Betrieb setzen oder Ladebuchsen umbauen will, geht ein hohes Risiko ein. Dazu gehört nicht nur die Gewährleistung vom Hersteller. Akku-Manipulationen können auch technisch gefährlich werden.
Fallen manipulierte E-Bike-Akkus bei gewerblich tätigen Unternehmen auf, verlieren sie die Erlaubnis, die Speicherzellen zu transportieren. "Aus diesen Gründen rät der Zweirad-Industrie-Verband dringend davon ab, Reparaturangebote in Anspruch zu nehmen, die einen erfolgreichen UN-Test nicht nachweisen können, selbst Manipulationen an den Akkus vorzunehmen, oder solche manipulierten Akkus zu verwenden. Sie gefährden sich und andere und verlieren die Garantiezusage der Hersteller,“ teilt der ZIV in einer aktuellen Pressemitteilung mit.

Das ist verbunden mit der Bitte auffällige oder beschädigte Akkus an einen Fachhändler zurückzugeben. Dann wird für eine ordnungsgemäße Prüfung oder die sichere Entsorgung garantiert.