"Zielgruppen deutlich verjüngt" – Das sind die Fakten zum Deutschen E-Bike-Markt 2017

27.03.2018 12:59

Der E-Bike-Markt verzeichnet Rekordzuwächse. Und wenn man sich auf deutschen Radwegen so umschaut, spiegelt sich das tatsächlich fühlbar im Alltag wieder. Da muss man nicht Redakteur bei elektrofahrrad24 sein, um ein Gespür und Auge dafür zu entwickeln. E-Bikes fallen aber längst nicht mehr so auf. Nicht zuletzt durch geschickte Integration von Antriebs- und Akkutechnologie. Aber das ist schon fast Nebensache. Denn "E-Bikes sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und die Zielgruppen hat sich deutlich verjüngt sind. E-MTB, E-Lastenräder, hippe E-Urban Bikes oder sogar E-Rennräder locken vermehrt junge Zielgruppen aufs E-Bike," gibt der Zweirad-Industrie-Verband im Rahmen der aktuellen Marktanalyse bekannt. Von Wachstum im Rekordtempo ist da die Rede: "Längst ist das E-Bike Partner von Millionen von Deutschen in der Alltagsmobilität, in der Freizeit, beim Sport und bietet darüber hinaus auch noch eine saubere, leise und platzsparende Alternative für die Warenlogistik in unseren Städten.“ Allein im Jahr 2017, sind laut ZIV, in Deutschland 720 000 E-Bikes verkauft worden. Das ist ein sattes Plus von 19 Prozent.

E-Bike in Landschaft

E-Bike gewinnt deutlich am Gesamtfahrradmarkt

Am Gesamtfahrradmarkt hat das E-Bike damit erneut deutlich gestiegenen Marktanteil erwirtschaftet und seine Bedeutung für die Fahrradwirtschaft nochmals belegt. Der ZIV rechnet mittelfristig inzwischen mit einem jährlichen Anteil des E-Bikes am Gesamtfahrradmarkt von bis zu 25 Prozent, langfristig sollen es bis zu 35 Prozent werden.

Bei den verkauften E-Bikes handelt es sich in der Regel um Modelle, die mit einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h und einer Nenndauerleistung des Motors bis max. 250 Watt unterwegs sind. Sogenannte S-Pedelecs haben dagegen eher noch Seltenheitswert. Nur rund 1 Prozent aller Verkäufe sind E-Bikes, die bis 45 km/h unterstützen. Dabei spielt sicher nicht nur der Preis, sondern sich die Versicherungs- und Helmpflicht eine Rolle.

Welche E-Bike-Modelle werden am meisten gekauft?

Interessant für E-Bikes "Made in Germany" ist vor allem auch der gesamteuropäische Markt, wo sie stark nachgefragt sind. Der Export verzeichnete ein Plus von sage und schreibe 25 Prozent, insgesamt auf 291.000 Fahrzeuge.

Verantwortlich für diese rasante Wachstum sei, so der ZIV, u.a. die große Modellvielfalt in allen Produktkategorien. Außerdem das "herausragende Design, die innovative Weiterentwicklung in der Antriebs- und Batterietechnologie (Stichwort: Integration) sowie interessante, neue Geschäftsmodelle rund um das E-Bike (z.B. Leasing, Cargo oder Bikesharing)."

Dadurch sieht der Zweirad-Industrie-Verband weiterhin großes Potential für die Nutzung des E-Bikes u.a. für den täglichen Weg zur Arbeit. Weil Fahrräder und E-Bikes endlich gesetzlich dem Dienstwagen gleichgestellt seien, könnten Unternehmen ihren Mitarbeitern ein Fahrzeugleasing zu sehr attraktiven Konditionen anbieten.
Innerhalb der Marktanalayse wurde auch die Präsenz von Lastenrädern hervorgehoben. Innerhalb der Flotten großer Logistikdienstleister, sehe man vermehrt E-Lastenräder, was schon jetzt zur Entlastung, der durch gewerblichen Lieferverkehr chronisch verstopften Städte beitrage.

Interessant ist die Aufteilung der Modellgruppen innerhalb der Kategorie E-Bike, die die Absatzsatzzahlen widerspiegeln. Demnach entfallen auf die Kategorie E-City-/Urban 38,5 Prozent der Verkäufe. E-Trekkingräder machen einen Anteil von 35,5 Prozent aus. Die relativ junge Gruppe der E-MTBs hat es auf Platz drei mit 21,5 Prozent geschafft. E-Lastenräder verbuchen einen Anteil von 3 Prozent.


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