Weltneuheit: E-Bike-Purist Geos integriert Akku in Unter- und Oberrohr

22.03.2018 09:59

„Das integrierte E-Bike“ als Meilenstein im E-Bike-Design

Tagein, tagaus über die neuesten E-Bike-Trends zu berichten, schärft den Blick für Trends. Eine Zäsur im E-Bike-Markt zeichnete sich im vergangenen Jahr ab, als z. B. BOSCH mit seiner PowerTube 500 als einer der ersten Hersteller E-Bikes mit integriertem Rahmenakku ermöglichte. Plötzlich sahen die herkömmlichen E-Bikes mit ihren „Außenbord“-Akkus ganz schön alt aus.

Unterrohr, Oberrohr, volles Rohr Akku-Power

Pünktlich zum Start der Berliner Fahrradschau (23.–25. März) wird nun ein neues E-Bike vorgestellt, dass den Akku sowohl im Unter- als auch im Oberrohr integriert und dadurch eine ultraschlanke Silhouette ermöglicht. Das GEOS genannten Gefährt wird einen Stahlrahmen haben, der dank einer chemischen Nickelbeschichtung seidenmatt glänzt.

Rahmenbau bei GEOS. Bildquelle: geos.deRahmenbau bei GEOS. Bildquelle: geos.de

GEOS – ganz in Europa gefertigt

Geistiger Vater des GEOS ist Dr. Peter Hanstein, der neben dem Konzept auch für die Finanzierung verantwortlich zeichnet. Das dürfte ihm nicht schwer fallen, hatte er doch bereits anno 2000 ein Startup gegründet, das ihm bis heute die finanzielle Unabhängigkeit gibt, die es braucht, um sich seinem Elektrofahrrad-Projekt zu widmen. Als Mitentwickler hat er sich zwei Experten ins Boot geholt: Michael Ruffer (Akku und Motorsteuerung), ein Elektrotechniker an der Uni Würzburg mit Erfahrung im Bereich Akkutechnik und Hardwareprogrammierung, der für die „sanfte und direkte Motorunterstützung“ (Hanstein) zuständig ist. Um einen guten Produktdesigner und Konstrukteur zu finden, wühlte Hanstein sich durch Facebook-Profile und fuhr Berliner Fahrrad-Cafés ab. Immer wieder landete er bei ein und derselben Person: Florian Haeussler. Nachdem dieser bereits als Produktdesigner für die Automobilindustrie tätig war, produziert er heutzutage unter der Marke Fern maßgeschneiderte Reiseräder. Zu diesem pan-europäischen Team passt, dass Rahmen und Elektronik in Europa gebaut und in Berlin montiert werden.

Leichtigkeit und Stabilität dank konfiszierter Rohre

Das Prinzip hinter dem GEOS ist das millimetergenaue Design. Mittels der Verwendung sehr dünner, „konfiszierter“ Rohre ist der Stahlrahmen mit nur 2.300 g vergleichsweise leicht. „Konfisziert“ bedeutet in diesem Kontext, dass die Rohre an den Enden dicker, jedoch zur Mitte hin immer dünner werden. Dies macht sie einerseits in Rohrrichtung hoch belastbar, andererseits bei seitlicher Krafteinwirkung extrem empfindlich. Das Gesamtgewicht des Pedelecs wird sich bei unter 15 Kilogramm bewegen.

Hochwertige Komponenten, millimetergenau integriert

Aufgrund der zwei getrennten Akkueinheiten im Oberrohr und Unterrohr können trotz dieser schmalen Rohrgeometrie 30 Zellen im Rahmen integriert werden. Damit können, je nach Unterstützung. Reichweiten von 60–100 km erzielt werden. Doch der Stahlrahmen wird neben dem Akku nicht nur die Steuerung, Kabel und Leitungen für Bremsen und Antrieb beherbergen. Auch bei externen Bauteilen wie Front- und Heckstrahler wurde auf eine formschöne Integration geachtet. Die sonstige Ausstattung fällt mit hydraulischen Scheibenbremsen (Magura oder Shimano) oder Carbon-Riemen von Gates durchgängig hochwertig aus. Die Schaltung ist entweder eine Singlespeed oder ein Zweigang-Tretlagergetriebe von Kappstein.

Updates für Alle statt grundlegender Modellwechsel

Designtechnisch soll es nur ein einziges Modell geben, welches über einen Konfigurator individualisiert werden kann. Statt auf grundlegende Modellwechsel setzen die Entwickler auf kontinuierliche Weiterentwicklungen. Die Software ist aufwärtskompatibel. Weiterentwicklungen sollen mittels Updates allen Käufern zugute kommen.

Crowdfunding 2018, Verkauf 2019

Geplant ist, nach einer fürs dritte Quartal 2018 geplanten Crowdfunding-Kampagne im zweiten Quartal 2019 mit dem Verkauf des GEOS zu beginnen. Es soll sowohl als Reise- wie auch als City-E-Bike überzeugen. Der Einstiegspreis wird sich bei 4.800 EUR bewegen.

Weitere Einzelheiten zum GEOS gibt’s bei geos.de

Logo-Design-Wettbewerb

Übrigens: für das Design des GEOS-Logos startete Hanstein einen Wettbewerb auf der Plattform 99designs. Schließlich wurde aus 350 Designs von 49 Designern ein Gewinner gewählt.