Relaunch bei Diamant – Websiten-Kritik oder Liebeserklärung? ;)

08.04.2018 10:05

Bloggen für ELEKTROFAHRRAD24 ist …

Handwerk mit Hingabe …

Wenn ich heute mal persönlich werden und aus dem Nähkästchen plaudern darf? Wir BloggerInnen von ELEKTROFAHRRAD24 beschäftigen uns beinahe täglich mit neuen, coolen E-Bikes, die uns auf die eine oder andere Art faszinieren – sonst könnten wir nicht seit Jahren mehrmals wöchentlich unser Blog mit immer wieder lesenswerten Texten zum Thema Elektromobilität im engen und manchmal weiteren Sinne füllen. Natürlich versuchen wir, möglichst unvoreingenommen an die Sache heranzugehen.

Das heißt aber nicht, dass wir nicht bisweilen für ein Modell oder eine Marke schwärmen. Wir berichte über Maschinen, sind aber auch nur Menschen. #SorryNotSorry. In meinem Fall heißt dieser heimliche Schwarm Diamant.

Dass es sich dabei um eine Traditionsmarke handelt, die vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, von einem (eher unseligen) Kapitel während des Dritten Reiches über eine höchst erfolgreiche Zeit als VEB der DDR bis in die heutige Zeit Fahrräder produzierte und noch produziert, ist ja schon mal beeindruckend. Aber Traditionsfirmen gibt es einige am Markt, das allein wäre also noch kein Grund für Herzklopfen.

… mit Hirn

Vielmehr ist es so, dass ich als Bloggerin zu diesem sehr techniklastigen Thema wie die Jungfrau zum Kinde kam und es für mich nach wie vor eine Herausforderung bleibt, die vielen technischen Innovationen auf Anhieb zu verstehen und für andere Nicht-Nerds verständlich zu beschreiben. Und da geben mir die Diamanträder noch etwas Anderes, als „nur“ Technologie, Technologie und nochmals Technologie.

… und mit Herz. Zum Beispiel beim Thema Diamant.

Screenshot: diamantrad.com

In meinen Augen sind Diamanträder „einfach schön“. Vielleicht nicht immer (manchmal aber auch) die Schnellsten, Schnittigsten, Stärksten – aber definitiv die Schönsten. Das fängt mit den wunderschönen Retrofarben an, in denen die Diamanten schillern: „Moreagrün“, „Mineralgrau“, „Marinablau“ und „Jupiterrot“, „Indisch-Rot“, „Havannabeige“ und „Kosmosblau“ sind einzigartige Farbtöne, die auf mich so anziehend wirken, als wäre ich *kreisch!* Modebloggerin. ;)

Hut statt Helm, Taschenuhr statt Fitness-App

Überhaupt, das könnte des Rätsels Lösung sein: Diamant-E-Bikes machen denen die moderne Technologie schmackhaft, deren Herzen eigentlich noch statt im Zähler einer Fitness-App im Takt von Großvaters Taschenuhr ticken. Die statt Helm lieber Hut auf dem Fahrrad tragen, statt Satteltaschen lieber Lenkerkörbchen montieren und statt minutiös einen Weekend-Trail in Bestzeit zu absolvieren, lieber eine gemütliche Sonntags-„Fahrt ins Blaue” unternehmen.

Für mich sind Diamant-E-Bikes feminin, girly, romantisch. *rotwerd* Die ideale Projektionsfläche für nostalgische Hipsterinnen (ähem). Und ich vermute, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine da stehe. Wahrscheinlich hat das auch die Diamant-Marketingabteilung mitbekommen. Und sich im Zuge des Relaunch der Diamant-Website gedacht: „Da müssen mal ein paar Männer her!“ – Wie sonst soll man sich die plötzliche Dominanz von bärtigen Hipstern und glattrasierten Emo-Boys erklären?

Die neue Diamant-Website – wie gelungen ist der Relaunch?

Firmengeschichte

Neben einer Unterseite, die sich der Firmengeschichte widmet und dabei erfreulicherweise neben „130 Jahre Diamant“ explizit „seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zwischen 1898 und 2014“ erwähnt, gibt es einen neuen Fahrradfinder.

Bikefinder mit moderner und reduzierter Optik

Dessen visuelle Kommunikation ist modern in ihrer Übersichtlichkeit und dennoch retro, wo sie sich auf schwarzweiß gezeichnete Symbolik verläßt.

Screenshots: diamantrad.com

So gibt es neben der Option „Farben“ auch noch „Einsatz“ (mit den Unterkategorien Sport, Tour und Komfort) sowie die Option „Typ“ (mit den Unterkategorien Klassisch (Zahnrad-Symbol), E-Bike (Pluspol) und Retro (Diamant-„D“)). Clever und irgendwie niedlich ist die Idee, die Einteilung in Herren- oder Damenrad mittels des altehrwürdigen und trotzdem ewig jungen, kulleräugigen Diamant-Maskottchens vorzunehmen, der zu diesem Zweck eine Dame mit Schönheitsfleck zur Seite gesellt bekommt, die mit ihren vollen Lippen vielleicht gar nicht so von ungefähr an die burlesque Comicfigur Betty Boop erinnert?

Stöbern & Spielen

Je nachdem, welche Optionen man anklickt, ändert sich die Anzahl der für diese Faktorenkombination verfügbaren Fahrräder. Das ist für Laien überzeugend gelöst und beschert einem ein schönes Stöbern, das fast schon zur Spielerei gerät, weil das Hin- und Herspringen so viel Spaß macht.

Winzige Kritik: es gibt einen Asterisk, der auf unverbindliche Preisempfehlungen verweist, aber zumindest auf den ersten Blick keine Preise. Sei’s drum.

Neben diesen gelungenen Aspekten macht auch das Blog einen sehr sorgfältig geführten Eindruck. Große Klasse ist die Rubrik „Diamantsammler im Porträt“, die Menschen in Interviews und mit tollen Fotos porträtiert, welche der Marke Diamant zum Teil schon ihr ganzes Leben lang verbunden sind. Das Blog nennt sie Diamantiker, und das klingt ja schon wieder verdächtig nach (Fahrrad-)Romantik, nicht wahr?

Neben diesen Stories, in denen es angenehm menschelt, gibt es auch fundierte Ratgeberartikel wie z. B. den zur „Fahrradmitnahme in der Bahn“, der das Thema eingehend und informativ behandelt (und nebenbei mit dem Dreamboy der Woche aufwartet …).

Das Elektrofahrrad24-Blog gratuliert zum Relaunch, und vielleicht mache ich ja jetzt noch beim Diamant Frühjahrs-Gewinnspiel mit, bei dem man/frau ein Topas Deluxe im Wert von 699,- € INKLUSIVE FARBWAHL gewinnen kann? *hyperventilier* ;)

Viel Spaß beim (ausnahmsweisen Fremd-)Stöbern und einen schönen Sonntag wünscht die heimliche Hipsterin bei ELEKTROFAHRRAD24.