Schwedisches Klimapaket fördert private eBike-Käufe bis 2021

01.11.2017 07:45

Hach, Schweden. Das Land, das uns Selbstbaumöbel, ABBA und Pippi Langstrumpf gab. Und jetzt passiert da schon wieder was Cooles.

Klimpaket mit zahlreichen Maßnahmen für „grünen Umbau der Gesellschaft“

Denn als Teil eines Klimapakets plant die schwedische Regierung den Umstieg auf Elektroräder mit einer Kaufprämie zu fördern. Ja, richtig gelesen. Der Staat zahlt für eBikes. Und nicht nur das: auch eMopeds schließt das Programm mit ein. Die Förderung, immerhin 25 Prozent des Kaufpreises, höchstens aber 10.000 Kronen (ca. 1.000 Euro) kann von jeder Person über 15 Jahren einmal wahr genommen werden. Mit dem bis 2021 laufenden Programm soll der Marktanteil von eBikes von derzeit sieben baldmöglichst auf 15 Prozent verdoppelt werden (in Deutschland wurde diese Marke auch ohne Förderung erreicht, wofür natürlich primär die klasse Angebote von ELEKTROFAHRRAD24 verantwortlich sindwink).

Klimaministerin Isabella Lövin nannte das Klimapaket „eines der bislang größten Investitionen für einen grünen Umbau der Gesellschaft“. Auch eAutos werden mit umgerechnet rund 6.000 Euro gefördert. Das Ladestationennetz soll mittels Geldern für Kommunen und Privatpersonen ausgebaut werden. Und Photovoltaikanlagen erhalten eine Förderung von bis zu 30 Prozent der Baukosten.

Deutschland und Norwegen als Vorbilder

Eine neu gestaffelte Kfz-Steuer, die „die größten Dreckschleudern“ besteuert, soll für die nötigen MIttel sorgen. Für eine ebenfalls geplante Luftverkehrsteuer nahmen die Schweden sich Deutschland zum Vorbild.

Das Klimapaket dürfte zur Messlatte für die europäischen Staaten werden. Während in Großbritannien aktuell eine gesellschaftliche Diskussion in vollem Gange ist, fördert Norwegen den Kauf von eBikes bereits seit 2016 großzügig.

Europäischer Verband der Radfahrer unterstützte schwedische Interessensgruppe

Maßgeblich beteiligt am Zustandekommen des Pakets war Cykelfrämjandet, quasi die schwedische Variante des ADFC, die auch Mitglied der European Cyclists’ Federation (Vereinigung europäischer Radfahrer) (ECF) ist. Die EFC förderte deren nationale Kampagnen mit 60.000 Euro, die sich bis dato mit einer Dividende von einer Million Euro bezahlt machten.

Wir geben ab an unsere schwedische Bike-Beauftragte, Pippi L.: