Rayvolt Cruzer: die High-Tech-Chopper-Rayvolution

25.08.2017 07:24

Hui, da müssen sich die Jungs von Ruff Cycles aber warm anziehen – das deutsche Chopper-eBike The Ruffian bekommt Konkurrenz. Aber nicht aus dem Land of the Free, nein, aus Spanien sind diesmal die Tüftler. Auf der – na? – Eurobike 2017 wird Hersteller Rayvolt aus Barcelona mit seinem eBike Rayvolt Cruzer vorfahren – und unter Beweis stellen, was echte Surfer Coolness ist.

Rayvolt-Cruzer-Chopper-eBike

Challenges der Sixties vs. Herausforderungen im Millenium

Der Rayvolt Cruzer ist ein eBike, das eine Unterstützung bis 25 km/h bietet. Soweit, so kann-mein-eBike-auch. Es gibt aber auch Ausführungen mit bis zu 45 km/h Unterstützung (was nicht der europäischen Norm 15194 entspricht). Auch das noch kein Alleinstellungsmerkmal. Aber der 60er-Jahre-Chopper-Look, der hat es in sich.

Als Inspirationsquelle werden auf der Website sowohl die Surfing Beach Cruiser als auch die Café Racer angeführt. Mit diesen individuell getunten Serienmotorrädern musste im London der 60er Jahre, wer als cool gelten wollte, die Strecke zwischen zwei Kneipen zurücklegen, ehe ein Song aus der Jukebox zu Ende gespielt hatte. Damals wusste man eben noch, was eine echte Challenge bedeutet.

– Die heutigen Herausforderungen sehen anders aus. Rayvolt hat sich das Ziel gesetzt, Vintage look and State of the Art Technology“ zu kombinieren und dabei Technologie, Multi-Mobilität und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Zweifelsohne alles drei Dinge, die wir eher mit den USA der 60er Jahre als mit Spanien assoziieren: die technischen Neuerungen für Konsumenten, das Pendeln zwischen Stadt und Land sowie die aufkommende Umweltbewegung.

Verantwortung durch Nachhaltigkeit

Dass die Unternehmensphilosophie nicht nur leeres Gewäsch ist, stellt Rayvolt u. a. mit einer mit Solarzellen bestückten Schutzhülle unter Beweis, die das eBike auflädt. 104 Samsung SDI-Lithium-Zellen, parallel und in Serie angeordnet, geben 567Wh bzw. 1134Wh ab. (Natürlich funktioniert der Aufladeprozess auch via Steckdose). Außerdem bietet das Unternehmen einen Batterien-Recycling-Service. Und: egal ob in der City oder auf dem Land, wer mit einem Rayvolt Cruzer cruist, tut dies zu 100 Prozent emissionslos.

Maximale Performance

Alle Modelle verfügen über hochentwickelte Steuersysteme. So stellt sich der Nabenmotor im Hinterrad über Bewegungssensoren (AutoPAS) mit 250 bis 1000 Watt (Power Hub) automatisch auf die Geländeneigung ein und regelt dementsprechend den Antriebsgrad. Die eigens entwickelte Kontrollassistenz EIVA (Electronic Intelligent Vehicle Assistance) ist mittels Bluetooth mit dem Rad verbunden. Es kann sowohl als Smartphone-App installiert oder als separate Steuereinheit erworben werden. Basisinformationen wie Geschwindigkeit, Batteriestatus oder des Pedal-Assistent werden damit ausgelesen. Individuelle Einstellungen zu GPS und Navigation, Musik, Sprache und mehr lassen sich ebenfalls festlegen. Eine in die EIVA integrierte Diebstahlsicherung schützt das edle Stück vor allzu begehrlichen Bewunderern.

Der Preis ist heiß

Preislich muss man für einen Rayvolt Cruzer deutlich weniger grüne Scheinchen hinblättern. als beispielsweise fürs The Ruffian. In Euro umgerechnet, ist der Rayvolt Cruzer für um die 2.700 und 3.500 Euro zu haben.

Standardausstattung und Schmankerl-Schnick-Schnack

Die Standard-Ausstattung umfasst einen Stahlrahmen, die Rahmengrößen M & L, eine Länge von 2150 mm, 29 kg Gewicht, zwei hydraulische Scheibenbremsen vorne und hinten und eine rekuperative Bremse hinten, 24‘‘ x 3‘‘ (M) bzw. 26‘‘ x 3‘‘ (L) Reifen sowie einen PU-Ledersattel.

Optional sind der bereits erwähnte 1000W-Motor, eine HQ-Batterie 48V, 22A (1KWh), Front- und Rücklichter mit Retro-Vibe, eingebautes Android für Display und GPS, ein Schnellladegerät, die Solarladehülle sowie ein Surfboard-Träger (!).

Und damit auf zur perfekten Welle ...