I lock it - vom Crowdfunding in die Höhle des Löwen

17.11.2017 15:42

Seit ich das eBike als Fortbewegungsmittel für mich entdeckt habe, liebe ich es. Worte können kaum die Freude beschreiben, die ich auf dem täglichen Arbeitsweg empfinde. Aber, Hand aufs Herz, es gibt auch Dinge, die am eBike-Fahren nerven. Meine persönlichen Top Drei sind:

  1. Losfahren und merken, dass der Akkuladestand extrem niedrig ist
  2. Losfahren und erst, wenn man den Hausberg bereits runtergerollt ist, merken, dass der Akku noch am Ladekabel hängt
  3. Losfahren und erst, wenn man den Hausberg bereits runtergerollt ist, merken, dass das Display noch zuhause in der Schlüsselschale “schlummert”

Ok, ich geb’s zu: das sind alles Dinge, die meiner persönlichen Schusseligkeit zuzurechnen sind. Kommen wir daher zu einem weiteren Punkt, der vielleicht konsensfähiger ist: das leidige Thema des sackschweren, zentnerschweren, tonnenschweren Fahrradschlosses.

Schließlich gilt ja laut ADFC die Faustregel, wonach “ein guter Diebstahlschutz fünf bis zehn Prozent des Neupreises des Fahrrads” betragen sollte.

Und so wuchten wir uns durch den Tag, mein Schloss und ich. Mal leg’ ich’s wie so ‘ne Modebloggerin ins Lenkerkörbchen, mal hänge ich es mir als Ochsenjoch um den Hals. Und mal beule ich damit meine Gepäckträgertaschen aus.

Doch jetzt ist Rettung in Sicht.

I lock it Fahrradschloss am Fahrrad dran. Bildquelle: https://shop.ilockit.bike

Die Rede ist vom I lock it, dem “intelligenten Fahrradschloss”. Dabei wird einfach ein Stahlriegel durch die Speichen geschoben, und gut is’. Was aussieht und klingt wie die guten, alten “Quetsch- und Quietschschlösser” (erst quetschte man einen Riegel runter, dabei quietschte es meist), die man als Kind der 80er nur zu gut in Erinnerung hat (gibt es die heute noch?), ist in Wahrheit High-Tech. Denn auch wenn man mal vergisst, sein Fahrrad abzuschließen, schließt I lock it automatisch ab, sobald sich der Besitzer von seinem Radl entfernt.

Dafür wird kein Schlüssel benötigt, und ratzfatz geht es auch. Vorbei die Zeiten des Spiralschloss-Harmonika-Spielens oder des Faltschloss-Tetris. Nein, nötig ist hier nur ein Akku mit Bluetooth-Technik, die sich mit einem Smartphone verbindet.

I lock it Fahrradschloss freigestellt. Bildquelle: https://shop.ilockit.bike

Und der Clou? Wer meint, an meinem Fahrrad in meiner Abwesenheit rummachen zu müssen, löst damit nur Alarm aus.

Zunächst gab es eine Crowdfunding-Kampagne, in der die beiden Gründer Markus Weintraut und Christian Anuth Startkapital einwarben. Aber nicht nur “Normalos” wie ich und vielleicht auch Ihr fanden die Idee des I lock it interessant. Nein, jetzt wurde das Projekt mit maximaler medialer Aufmerksamkeit geadelt. Die beiden Gründer trauen sich nämlich in Die Höhle des Löwen, genauer gesagt, in die gleichnamige Start-Up-Show auf VOX. Wer mitfiebern will, sollte am 21.11. einschalten.