GULAS Pi1/S: ein eBike für die Autobahn!

25.10.2017 08:45

Ein eBike auf der Autobahn klingt in etwa so wahrscheinlich wie die Oma, die im Hühnerstall Motorrad fährt. Ist aber kein Scherz. Denn aus Berlin kommt das GULAS Pi1/S.

Mal eben auf die AVUS radeln

GULAS Pi/1S in schwarzem Leder. Quelle:  www.gulas.bike/

Mit bis zu 115 km/h und 38 PS ist das Gefährt tatsächlich auf deutschen Autobahnen zugelassen. Da es akkubetrieben ist und man treten muss, um vorwärts zu gelangen, gilt es als eBike. Wie es die Fahrzeugmanufaktur GULAS UG in ihrem Slogan beschreibt: „Das Beste aus zwei Welten.“

Motorrad mit Pedalen: das GULAS Pi1/S. Bildquelle: www.gulas.bike

Zwei Akkus, zwei Distanzen

Der Spaß, in die verdatterten Gesichter der anderen Autofahrer zu sehen, wenn man tretend an ihnen vorbeizieht, kostet übrigens schlappe 23.000 Euro – vorausgesetzt, man startet in der preisgünstigsten Variante mit einem 6,5k-Wh-Akku, der einen 125 Kilometer weit trägt. (Ein Charterflug über dieselbe Distanz dürfte einen günstiger kommen.) 200 Kilometer weit kommt man hingegen mit dem 10-kWh-Akku.

Bitte Abschleppwagen buchen

Sollte der mal alle sein, ehe man sein Ziel erreicht hat, wäre es gut, wenn das Budget noch für einen Abschleppwagen reicht. Den das GULAS Pi1/S bringt schlappe 128 Kg auf die Waage. Da macht Schieben keinen Spaß.

Wie hält's du's mit dem Führerschein?

Ein weiterer Unterschied zu normalen Pedelecs: für das GULAS Pi1/S benötigt man einen Motorradführerschein, zumindest in Schweden, Dänemark, Holland und den Britischen Inseln. In Frankreich, Italien und Spanien reicht ein normaler Führerschein. 

Designpate: alte Zündapps?

Die Ästhetik des GULAS Pi1/S ist irgendwo zwischen futuristisch, retro und Steampunk angesiedelt (Assoziation: alte Zündapps). Das fängt mit der Lederverkleidung an und hört bei den sichtbaren „Schrauben“ auf (wer die korrekte Bezeichnung weiß: bitte in die Kommentare!).