Grundsätzlich unterscheidet man bei Elektrofahrrädern zwischen Radnaben-Motoren im Vorder- oder Hinterrad und Antrieben, die im Tretlagerbereich integriert sind. Die meisten Hersteller wie Flyer, KTM und Kalkhoff setzen größtenteils Tretlager- oder Mittelmotorantriebe ein, die aufgrund der optimalen Gewichtsverteilung ein stabiles Fahrverhalten ermöglichen.
Neu in diesem Segment sind auch die Mittelmotor-Antriebe von Bosch. Nach intensiver Forschungsarbeit präsentierte Bosch 2009 erstmals sein Antriebs- und Akkukonzept.
Heutzutage verwenden fast alle namenhaften Hersteller die Elektrofahrrad - Motoren von Bosch, u.a. Kalkhoff, KTM mit der Macina Serie, Göricke Pedelecs, Scott Pedelecs, Haibike Pedelecs, ...
Unsere Newsmeldungen zu Bosch:
Bosch Pedelec Antriebe 2012
KTM Pedelecs mit Bosch
Scott Pedelecs mit Bosch
Cannondale Pedelecs mit Bosch
allgemein Informationen zu Pedelecs mit Bosch Elektromotor
Das Elektrofahrrad mit Mittelmotor wirkt elegant und ist erst auf den zweiten Blick als Elektrofahrrad zu erkennen. Aus technischer Sicht sind bei Flyer, Kalkhoff und anderen Herstellern deshalb die störungsanfälligen Verkabelungen der Batterie und des Motor sowie die mühsame Demontage und Reparatur des Vorder- oder Hinterrades hinfällig. Das Elektrofahrrad mit Mittelmotor oder Tretlagerantrieb verfügt aufgrund der besseren Gewichtsverteilung über ausgewogenere Fahreigenschaften. Beispielsweise sind alle FLYER Modelle mit wartungsfreien, bürstenlosen Motoren ausgestattet. Die Motoren werden u. a. in Eigenfabrikation in Kirchberg / Schweiz hergestellt.
Sensorik und Steuerung eines Elektrofahrrades
Für die Antriebssteuerung gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten:
Die einfachste Variante ist sicher der Gas-Drehgriff. Die Steuerung der Motorleistung erfolgt ohne Sensor einfach mit der Hand. Diese Technik wird bevorzugt, wenn der Nutzer nicht mehr genügend eigene Energie zum Treten hat – diese Variante wird von FLYER nicht eingesetzt, da die Reichweite des Elektrofahrrades aufgrund der enormen Beanspruchung der Akkus extrem eingeschränkt wird.
Die preiswerteste Variante ist ein Bewegungssensor. Bei dieser Variante registriert der Sensor merkt erst nach dem Start, dass sich der Fahrer auf dem Fahrrad befindet und schaltet nach wenigen Metern den Motor zu (bspw. Elektrofahrrad - Hersteller BIONX, Diamant). Beim Anfahren haben Sie auf den ersten 1-2 Metern keine Unterstützung. Die Unterstützung wird mit Verzögerung erst später zugeschaltet. Der Bewegungssensor wird vor allem bei preiswerten Elektrofahrrädern oder bei Elektrofahrrädern mit Hinterradnabenmotor (bspw. BIONX) eingesetzt.
Die Drehmomentsensorik (DMS) ist die Variante, die permanent die eingesetzte Kraft des Fahrers misst und die benötigte Unterstützung reguliert. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der mechanischen Drehmomentsensorik und der hochempfindlichen, berührungslosen elektromagnetischen Drehmomentsensorik.
Als Premiumprodukte sind alle Flyer, Kalkhoff und KTM Elektrofahrräder mit Mittelmotor mit dieser berührungslosen Drehmomentsensorik ausgestattet. Die Kraft wird in Echtzeit auf den Pedalen gemessen, das System reagiert entsprechend der Anforderungen des Fahrers mit einer Verstärkung oder Verminderung der Unterstützung. Diese progressive Unterstützung ermöglicht es der Fahrerin / dem Fahrer mit annähernd gleicher eigener Kraft zu fahren. Die höheren Anforderungen eines Berges gleicht das Elektrofahrrad für Sie aus. Das System wird sozusagen mit den Füßen und nicht mit dem Kopf gesteuert.